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Schulsanitäter „Im nächsten Level“ – Schüler übernehmen DRK Rettungswache

Eric liegt am Boden und schreit, beim zurücksetzen auf dem Schulparkplatz hat Ihn ein PKW erfasst. Sein Bein scheint gebrochen zu sein und blutet. Schulsanitäter eilen herbei und leisten Erste Hilfe. Sie versorgen sein Bein, reden mit Ihm und setzen den Notruf ab.

Wenig später kommt Ihnen die Besatzung des Rettungswagens zu Hilfe. Caroline Branding, Frederike Donow und Hauke Brauer sind Schulsanitäter am Gymnasium Stolzenau.

Heute besetzen Sie im Rahmen eines Ausbildungstages für Schulsanitäter den Rettungswagen. Die DRK Lehrrettungswache Steyerberg hat Schulsanitäter aus den umliegenden Schulen zu einem Ausbildungstag eingeladen. Anhand von realistischen Fallbeispielen sollten sie Ihr Erste - Hilfe Wissen vertiefen und anwenden. Unter Anleitung der Ausbilder Mike Plate und Maik Tölle geht die Rettung des verunglückten Eric gut voran. Eric bekommt einen Verband und wird mittels Schaufeltrage schonend in den Rettungswagen eingeladen. Auf der anschließenden Einsatzbesprechung zeigen sich vor allen die Schulsanitäter selbstkritisch. Ausbilder Plate lobt die jungen Helfer. „Ich bin stolz auf Euch, das habt Ihr richtig gut gemacht“.

Zufrieden zeigt sich auch Frank Kaska, Koordinator für Schularbeit beim DRK Nienburg. „Ich freue mich über die rege Teilnahme junger Leute an solchen Veranstaltungen“. An bundesdeutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Million Schulunfälle. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung. Im Landkreis Nienburg werden rund 200 Schulsanitäter vom DRK Aus-, und Weitergebildet. Der Schulsanitätsdienst ergänzt die bewährte Erste-Hilfe-Versorgung ganz wesentlich: Die vom Roten Kreuz ausgebildeten Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, natürlich allesamt Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schule, haben ein Auge auf Gefahrenquellen und lernen, im Ernstfall Verantwortung zu übernehmen und überlegt zu handeln – auch in brenzligen Situationen. Sie sind nicht nur fit in Erster Hilfe, sie lernen auch, sich in andere Menschen einzufühlen. Damit tun sie auch etwas für sich, denn wer anderen Menschen helfen kann, ist stark und selbstbewusst. In Einsatzkleidung eines Rettungsprofis äußert sich auch Schulsanitäter Max Schneider mit den Worten seiner Generation ganz selbstbewusst: „Jetzt sind wir im nächsten Level“.

 

19. März 2012 19:52 Uhr. Alter: 8 Jahre